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Vancouver erwartet „mit  glühenden

Herzen“ Athleten aus aller Welt

Vom 12. bis 28. Februar 2010 empfängt die Stadt am Pazifik die Weltelite der

Wintersportler zu den XXI. Olympischen Winterspielen. Vancouver gilt als eine

der schönsten Städte der Welt. Zu verdanken hat das die zwei Millionen

Einwohner Stadt (mit Umgebung) vor allem der traumhaften landschaftlichen

Lage an der Westküste Kanadas. Aber Vancouver punktet auch mit seiner

dynamischen Geschäftigkeit und der Weltoffenheit seiner Bürgerinnen und Bürger.

Hier erfahren Sie mehr über die Olympische Winterspiele 2010.

 

 

 

Olympische Winterspiele 2010

Noch ein Jahr bis Vancouver

Weit mehr als 200 Pisten und Geländeabfahrten liegen im wahrsten Sinne vor der Haustür.
Auch die Skiberge Whistler Mountain (2188 Meter) und Blackcomb Peak (2449 Meter) haben einiges zu bieten.
Alle Wettkampfstätten für 2010 sind fertig. Wer sich traut, kann sich schon heute die Männer-Abfahrt
Whistler: Skifahren auf Olympiapisten  

Martin Schmitt und die anderen deutschen Skispringer gönnten sich noch

einen Verlängerungstag, als sie im vergangenen Monat drüben an der

kanadischen Pazifikküste waren. Beim ersten Weltcup in Whistler testeten

sie die Schanzen, auf denen im Februar 2010 die Olympia-Wettbewerbe

stattfinden. „Absolut olympiatauglich“ fand Schmitt, der schon in Nagano,

Salt Lake City und Turin dabei war, die neuen Anlagen. Mit einem guten

Gefühl verließ er Kanadas Westen.

Dafür hatte vornehmlich Bundestrainer Werner Schuster gesorgt.

Der führte seine Athleten nach dem Wettkampf ins Skigebiet Whistler

Mountain/Blackcombe, eines der attraktivsten der Welt. „Das war ein

unglaubliches Erlebnis“, sagte Schuster, „für alle, die mit waren, ist

Vancouver seitdem positiv besetzt.“ Der Mann weiß,

wie er den Ehrgeiz seiner Sportler weckt.

Info

Das ist Vancouver

Gegründet 1886
Einwohner 612 000 (Stadt) 2 300 000 (Metropolregion)
Höhe 0 bis 164 m NN
Zeitzone 9 Stunden zurück
Temperatur im Februar: Tageshöchstwert (Schnitt) 8,0o C

Tagestiefstwert 1,5o C Schneemenge 9,6 cm

Regenmenge 113,8 mm Sonnenstunden 85 Web
www.vancouver.ca

Wie die Skispringer so waren in den vergangenen Wochen auch schon

Langläufer, Kombinierer, Skeleton- und Bobpiloten in Vancouver

und der gut 100 Kilometer entfernten Dependance Whistler.

Rodler, alpine Skiläufer und Biathleten machen dort noch Station.

Die Atmosphäre gefiel fast allen. Magnus Moan, Kombinierer aus

Norwegen, traut den Kanadiern sogar zu, ähnlich stimmungsvolle

Spiele zu liefern wie seine Landsleute im Jahr 1994.

Lillehammer gilt als Maßstab in der Geschichte der Olympischen

Winterspiele. Allerdings hängt der Erfolg vom Wetter ab. Vancouver

am Pazifik kann zu dieser Jahreszeit auch eine triste, graue Großstadt

nach rheinischer Art sein. Und in den Bergen fällt manchmal so viel

Schnee, dass Skifahren unmöglich wird und der Verkehr zum Erliegen kommt.

Fotos
Der Moment der Entscheidung: Kanadas Premier Jean Chretien darf jubeln, Österreichs Wolfgang Schüssel und Südkoreas Goh Kun sind geschlagen.
Tränen und ...
... Enttäuschung in Südkorea.
Vancouver erhält Winterspiele 2010 

Die Kanadier plagen erhebliche Probleme. Während die Sportstätten

alle fertig sind – zuletzt wurde das Eislaufoval in Richmond eröffnet –

hakt es beim Bau des Olympischen Dorfs, das privatwirtschaftlich

finanziert werden sollte. In einer 20-stündigen Sitzung genehmigte

das Parlament der Provinz British Columbia der Stadt Vancouver

eine Anleihe 275 Millionen Dollar aufzunehmen und so den Weiterbau

der Athletenunterkünfte zu gewährleisten. Das Olympia-Organisationskomitee

von Vancouver hat sein Budget für die Winterspiele 2010 um 90 Millionen

Euro auf 1,1 Milliarden Euro erhöht. Darin enthalten ist eine Notreserve

von 48 Millionen Euro, um den Herausforderungen der Finanzkrise zu begegnen.

Die Kosten für Sicherheitsvorkehrungen sind fünfmal so hoch wie zunächst kalkuliert.

Fotos
Schotterstrecke durch die Wildnis: Der Dempster Highway gehört zu den legendären Routen durch Yukon und die Northwest Territories.
Wetterschutz fürs Wachstum: In Inuvik im hohen Norden Kanadas nutzen die örtlichen Hobbygärtner eine College-Halle für ihre Beete - draußen würde im rauen Klima kaum etwas gedeihen.
Nördlichstes katholisches Gotteshaus der Welt: In Inuvik in den Northwest Territories steht die Iglu-Kirche
Kanadas wilder Norden 

Doch wie das vor sportlichen Großereignissen üblich ist,

bleiben Fragezeichen. Das größte steht hinter der Frage

nach möglichen Problemen zwischen den beiden, anderthalb Autostunden

voneinander entfernten Zentren Vancouver und Whistler.

Am „Sea to sky“-Highway, der die beiden verbindet, wird immer noch gebaut.

Starke Schneefälle oder ein schwerer Unfall auf dieser olympischen

Schlagader würden unweigerlich zu einem Verkehrskollaps führen.

Zu schnell geht es vielen Aktiven in der neu angelegten Eisrinne am Bergmassiv

Blackcombe zu Tale. Bei den Weltcup-Rennen der Bobpiloten wurden zuletzt

Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 150 km/h gemessen. Dabei wurde

die Strecke bereits in vielen Passagen entschärft. Unter der Hand werden

Bilder von ersten Testfahrten gehandelt. Dabei fliegt der mehrere hundert

Kilo schwere Bob von Pierre Lüders eine gute Handbreit über dem Eis.

Die Skispringer fragten sich, ob die Zuschauerkapazitäten an den beiden

neuen Schanzen ausreichen werden. Nur rund 12000 finden dort

Platz. Genauso im Biathlon- Stadion, das damit bei Weitem nicht die

Dimensionen der mitteleuropäischen Hochburgen Oberhof und

Ruhpolding, wo täglich bis zu 20000 Zuschauer kommen können.

Die Kanadier rechnen mit Zuschauerrekorden eher in den Stadien von Vancouver:

in der Nationalsportart Eishockey, beim Eiskunstlauf und nicht zuletzt beim Curling.









 

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